Singen

Singen am zweiten Tag – 5. Jänner 2020

Der eigentliche Höhepunkt folgt am zweiten Tag, dem 5. Jänner. Den Reigen eröffnet der Guckkastenmann mit allerlei Getier, der dem Raunachtstross vorauseilt. Das richtige Ritual eröffnet der „Platzmacher“, der in den Bauernstuben dafür sorgt, dass genügend Platz für die Spieler ist. Dann kommen sie der Reihe nach: Der Vorausgeher, Sterntreiber, Hans von Feserkern, Korizogn, Krapfentrager, Fleischnazl, Lippl mit Pfeiferlbuam. Alle diese Gestalten treten mit eigenen Sprüchen ins Rampenlicht, erst dann wird gemeinsam das eigentliche Rauhnachtlied gesungen, dass den Hausbewohnern Glück verheißt. Ein weiterer lustiger Höhepunkt ist das „Zusammengeben“ eines Brautpaares durch den „Schulmeister“, der seine blumige Ausdrucksweise immer wieder ändert und daher für Überraschungen und witzige Einlagen sorgt.
Der Lohn der Spieler besteht aus Krapfen und Fleisch, vor allem aber aus Trinkgeld. Dann verlassen die Sänger und ihr Gefolge die Stube und werden von den „Zitherern“ abgelöst, die mit einigen „G`stanzln“ die Hausgemeinschaft belustigen und dafür ebenfalls „entlohnt“ werden. Mittlerweile treiben die bösen Gestalten wie die „Teufeln“ und das „Harfennandl“ auf den Straßen ihr Unwesen und tragen so zur guten Stimmung unter dem zahlreichen Publikum bei.

Die Darsteller ziehen bei diesem Brauchtum in der Gemeinde Nebelberg von Haus zu Haus. Da aber in den jeweiligen Bauernstuben und Häusern der Platz bedingt ist, erfolgen zwei zusätzliche Aufführungen. Um ca. 13.00 Uhr bei der Fam. Bogner in Nebelberg und um ca. 16.00 Uhr bei der Volksschule Heinrichsberg. Auch eine „fahrende Bewirtung“ wird auf den Straßen unterwegs sein.

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